Pressemeldungen

Neupositionierung der Jägerstiftung

Sinzig/Havixbeck, 9.3.2016 – Die Jägerstiftung natur+mensch vollzieht im Frühjahr 2016 einen inhaltlichen sowie organisatorischen Umbau. Das Projekt „Natürlich Jagd“, eine politische Kommunikationsinitiative zur Begleitung der Jagdgesetzgebungen, wurde von der Stiftung beendet. „Die Spendenbereitschaft für dieses Projekt hat im Jahr 2015 stark nachgelassen, so dass wir uns gezwungen sahen, hier zu handeln“, sagt Graf Georg Kerssenbrock, Schatzmeister der Jägerstiftung. „Wir wollen jedem Spender immer auch ein direktes Projekt zeigen, das er mit seiner Unterstützung fördert. Eine Quersubventionierung wäre intransparent.“

Auch wenn die jagdpolitischen Diskussionen in Deutschland nicht beendet sind, hat die Aufmerksamkeit der Jägerschaft hierfür abgenommen. Die „Natürlich Jagd“- Website mit der angeschlossenen Facebook-Seite wurden an den Agenturpartner verkauft. „Wir haben drei Jahre sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Jetzt ist es aber wichtig, sich neuen Projekten zu widmen, die die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft sichern“, sagt Kerssenbrock. Mit dem Verkauf wurde es ermöglicht, dass die Stiftung sich neuen Projekten zuwenden kann, ohne dass die laufenden Kosten für „Natürlich Jagd“ belasten.

„Wir danken jedem Unterstützer, der uns in den vergangenen Jahren auch wegen „Natürlich Jagd“ gefördert hat. Damit wurde die Akzeptanz der Jagd ein Stück mehr sichergestellt.“ Daher war diese Unterstützung eine gute Investition, auch wenn die bekämpfte Jagdgesetzgebung nicht verhindert werden konnte. Die Jägerstiftung betont zudem, dass mit dem Verkauf keine Spenderdaten weitergegeben werden.

Neben den Projekten Lernort Natur Koffer, Waldrucksack und dem Förderpreis wildtierfreundliche Landwirtschaft wird die Stiftung in den kommenden Wochen und Monaten neue Projekte entwickeln, die die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft weiter fördern sollen. „Wir Jäger müssen uns der Diskussion in der Gesellschaft stellen und den NGOs nicht das Feld überlassen. Als Stiftung werden wir unseren Beitrag dafür leisten, mit inhaltlichen Projekten zu überzeugen, die der Sache Jagd dienen und keinen Einzel- oder Organisationsinteressen“, betont Kerssenbrock. Dafür benötigt die Stiftung auch weiterhin die finanzielle Unterstützung.

Einhergehend mit einer Veränderung der Stiftungsprojekte ist die Geschäftsstelle der Jägerstiftung nach Havixbeck im Münsterland umgezogen. In direktem Umfeld des Geschäftsführers Marc Henrichmann können auf diese Weise die Verwaltungs- und Reisekosten reduziert werden. „Wir wollen das Spendergeld möglichst immer eins zu eins in Projekte umsetzen, umso wichtiger ist es, schlanke und effiziente Verwaltungsstrukturen zu haben“, sagt Henrichmann. Am Standort in Sinzig waren bisher 1,5 Personalstellen eingesetzt. Eine Stelle wird altersbedingt in diesem Jahr ausscheiden, eine weitere Mitarbeiterin wird aus dem Homeoffice tätig.

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