Pressemeldungen

Auszeichnung für ostwestfälischen Landwirt: Wildtierfreundliche Landwirtschaft mit moderner Naturnutzung

Havixbeck, 25.6.2018 – Mit dem Förderpreis „Wildtierfreundliche Landwirtschaft“ der Stiftung natur+mensch ist in diesem Jahr der Landwirt Richard Schulte ausgezeichnet worden. Der Geflügelhof Schulte aus Delbrück in Ostwestfalen bewirtschaftet neben der Geflügelzucht rund 200 ha Landwirtschaft. Auf dieser Fläche hat der Naturnutzer zahlreiche Maßnahmen entwickelt, um im Einklang mit Wild und Natur eine aktive Naturnutzung umzusetzen. Gestiftet wurde der mit 5.000 Euro Preisgeld ausgestattete Preis von der Agrarboden GmbH & Co. KG.

Auf den bewirtschafteten Ackerflächen wurden Wildlebensräume geschaffen, die gute Brut und Aufzuchtmöglichkeiten im Frühjahr bieten sowie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten im Winter gewährleisten. Auf über 35 unterschiedlichen, über den ganzen Betrieb verteilten Flächen, werden zahlreiche wildtierfreundliche Maßnahmen umgesetzt.

Bild Energie aus Wildpflanzen Homepage

Energie aus Wildpflanzen

So nutzt Landwirt Schulte fast die Hälfte dieser Flächen, um Wildpflanzen für die regenerative Energiegewinnung anzubauen. Auf 17 ha baut Landwirt Schulte beispielsweise Energie aus Wildpflanzen an. Mit mehrjährigen Mischungen aus über 20 verschiedenen aufeinander abgestimmten Wildpflanzen bieten sie nicht nur dem Wild Nahrung und Deckung, sondern sind ein Lebensraum für zahlreiche Insekten. 5 ha Blühstreifen werden nach zwei bis drei Standjahren neu ausgesät, so dass Wild und Insekten einen nahrungsreichen Lebensraum vorfinden.

Aktive Wildbestände

Begleitet wird diese wildtierfreundliche Bodenbewirtschaftung durch eine für das Überleben vieler Niederwildarten und aller Bodenbrüter notwendige Kontrolle der Populationsdichte von Fuchs, Waschbär, Marder und Iltis. Über das ganze Jahr sorgt eine aktive Anwendung von Lebendfangfallen für die Reduzierung von Raubwild. Durch die intensive Bejagung dieses Wildes ohne natürliche Feinde können Niederwildarten wie Rebhuhn, Hase oder Fasan ihren Lebensraum nutzen. In dem Revier wurden im vergangenen Jahr zudem 60 Brutpaare Kiebitze gezählt, deren Lebensraum zusätzlich durch eine frühjährliche Feldbrache verbessert wird. Die vorhandenen Bestände an Feldlerchen und Steinkäuzen im Revier bestätigen zudem den Erfolg der wildtierfreundlichen Landwirtschaft.

„Alle Landnutzer sind dazu aufgefordert, sich gemeinsam für eine wildtierfreundliche Landwirtschaft einzusetzen“, sagt Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma, Vorsitzender der Stiftung natur+mensch. „Auf dem Hof Schulte wird beispielhaft umgesetzt, wie wir die Wild- und Insektenbestände wieder erhöhen und gleichzeitig eine wirtschaftsfähige Landwirtschaft umsetzen können. Diese Kombination aus Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd ist Gegenstand und Ziel des Förderpreises der Stiftung natur+mensch, dem sich auch die Stifter dieses Preises, die Unternehmer der Agrarboden GmbH & Co. KG, die Herren Dirk Meyer Westhoff und Frank Schulze zur Heide, dankenswerter Weise verbunden fühlen und daher das Preisgeld zur Verfügung gestellt haben.“Bild Jury Homepage

Der Geflügelhof Schulte wurde nach einem sechsmonatigen Bewerbungsverfahren aus zahlreichen bundesweiten Bewerbungen ausgewählt. Eine unabhängige Fachjury hat die Bewerbungen gesichtet und einstimmig Richard Schulte als wildtierfreundlichen Landwirt ausgezeichnet.

 

 

 

Bild von links nach rechts: Robert Vornholt, Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma, Landwirt Richard Schulte, Dr. Franz-Ferdinand Gröblinghoff

Lernort-Natur-Koffer für vier Kindergärten in Niedersachsen

Beitrag Pressearbeit Rotes KreuzInitiiert vom langjährigen Freund und Förderer unserer Stiftung Ernst Heling und mit der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, konnten vier Lernort-Natur-Koffer an die DRK-Kindergärten Gartow, Schnega und Bergen sowie den DRK-Sprachheilkindergarten in Dannenberg übergeben werden.

Bild: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 15.06.2018

 

 

                                                                                                                                      

Neupositionierung der Jägerstiftung

Sinzig/Havixbeck, 9.3.2016 – Die Jägerstiftung natur+mensch vollzieht im Frühjahr 2016 einen inhaltlichen sowie organisatorischen Umbau. Das Projekt „Natürlich Jagd“, eine politische Kommunikationsinitiative zur Begleitung der Jagdgesetzgebungen, wurde von der Stiftung beendet. „Die Spendenbereitschaft für dieses Projekt hat im Jahr 2015 stark nachgelassen, so dass wir uns gezwungen sahen, hier zu handeln“, sagt Graf Georg Kerssenbrock, Schatzmeister der Jägerstiftung. „Wir wollen jedem Spender immer auch ein direktes Projekt zeigen, das er mit seiner Unterstützung fördert. Eine Quersubventionierung wäre intransparent.“

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Neues Projekt der Jägerstiftung natur+mensch: Mit dem Waldrucksack den Lernort Natur entdecken

21. April 2015 - Jetzt wird der Wald zum Klassenzimmer! Die Jägerstiftung natur+mensch hat in Zusammenarbeit mit qualifizierten Pädagogen das Projekt Waldrucksack entwickelt.

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