Wald, Wild und Biologische Vielfalt

Unsere Vision: Ein Projekt über Wildwirken und Biodiversität

"Schalenwild in unserer Kulturlandschaft unter dem Aspekt der biologischen Vielfalt" war das Thema einer Vortragsveranstaltung und eines Workshops mit Naturwissenschaftlern und Praktikern, Mitarbeitern von Ministerien, Behörden, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Projektträgern, Verbänden und Nationalparkverwaltungen. Die Ergebnisse liegen nun in Form einer Dokumentation vor und sind der zweite Schritt. Die Fachleute haben darüber diskutiert, wie im Rahmen einer umfassenden Waldstrategie Lösungen zur Sicherung von Wald, Wild und biologischer Vielfalt entwickelt werden können. Die Ergebnisse der Diskussionen hat die Jägerstiftung zu  Thesen und Forderungen zum Umgang mit Schalenwild zusammengefasst. Da eine tolerierbare Schalenwilddichte immer zielabhängig ist, wird es keine Pauschalempfehlung zum Schalenwildmanagement geben können. Der nächste Schritt sind jetzt Forschungs- und Erprobungsvorhaben zur Entwicklung integrativer Lösungen. Der Zusammenhang von Wild und biologischer Vielfalt bedarf dringend weitergehender wissenschaftlicher Untersuchungen. Andernfalls laufen wir Gefahr, nicht wieder gut zu machende Eingriffe in die Natur vorzunehmen.

 

Der Hirsch als Bio-Ingenieur

Rolle wildlebender Tiere für Artenvielfalt unterschätzt

Die Jägerstiftung natur+mensch hat ein umfassendes Projekt zur Klärung

der ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung großer Wildtiere wie Hirsch, Wildschwein und Reh gestartet. Eine Pilotstudie zeigt: Die Rolle des Wildes für die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist unterschätzt.

Wenn es um den Artenreichtum in deutschen Wäldern geht, stehen nach wie vor die großen Wildtiere am Pranger. Zu Unrecht, meint der Kieler Wissenschaftler PD Dr. Heinrich Reck, der die Studie angefertigt hat. Es werde übersehen, welch wichtige Funktionen frei lebende und wandernde Hirsche, Rehe und anderes so genanntes Schalenwild für die Erhaltung der Artenvielfalt übernehmen. Sie transportieren Pflanzensamen und schaffen – als wild lebende Bio Ingenieure – Lebensbedingungen für seltene Arten.

Das Projekt „Wild und biologische Vielfalt" beinhaltet neben der Pilotstudie noch drei weitere Schritte:
 

  • Eine Vortragsveranstaltung mit  Workshop „Wild und Biodiversität“ mit international beachteten Wissenschaftlern und Praktikern.

  • Die Untersuchung des Einflusses von Wild auf Biotopstrukturen, auf Vegetation und Wald, auf die Pflanzenvielfalt und ausgewählte Tiergruppen in einem speziellen Forschungsprojekt.

  • Am Ende des Projektes sollen Handlungsempfehlungen für die Landnutzer stehen.

„Wir wollen mit wissenschaftlich fundierten Aussagen klare Leitlinien für einen neuen Konsens zwischen verschiedenen Naturnutzergruppen wie Forst-, Landwirtschaft und Jagd sowie dem praktischen Artenschutz liefern“, sagt der Vorsitzende der Jägerstiftung.

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